Jan-Filip Ťupa
- Violoncellostudium an der Guildhall School of Music & Drama in London
- Stipendiat der Kunststiftung NRW
- Cellist u.a. im "ensemble proton bern" und dem Quartett "Praesenz"
Bei aller naturwissenschaftlicher Vernarrtheit und seiner Faszination für Explosivstoffe ist Jan-Filip Ťupa Cellist und nicht Chemiker geworden. Entscheidende Prägung erhielt er einerseits während seines Violoncellostudiums bei Raphael Wallfisch an der Guildhall School of Music & Drama in London, andererseits als Stipendiat der Kunststiftung NRW in der Lucerne Festival Academy und der Ensemble-Modern-Akademie 2006/07. Seither tüftelt und forscht er mit Vorliebe an mikrotonalen Phänomenen oder kruden Temporelationen.
Zu heftigen Reaktionen kommt es dabei immer noch: auf dem Podium dank seines leidenschaftlichen, allen Kalkulationen widerstrebenden Herzens. Sein liebstes Repertoire sind dabei die Solokonzerte der zweiten 20. Jahrhunderthälfte, allen voran jenes von Bernd Alois Zimmermann, dessen Einspielung mit dem RSO Stuttgart unter Bernhard Kontarsky 2017 veröffentlicht wurde.
Jan-Filip Ťupa ist der Cellist von "Praesenz" und "ensemble proton bern", als Gast spielt er gerne und regelmäßig mit Ensemble Modern oder dem spanischen Kollektiv Smash. Der freie Jazz hat seine Leidenschaft geweckt, und als Kurator verwirklicht er seine Vision des Querhörens über Stil, Notations- und Genregrenzen hinweg.
Seit 2019 hat er einen Lehrauftrag für "Freie Improvisation" an der WMA.